Ein heißer Kirtag

30. Juni 2019

Wetterherrenkirtag, Weckruf und Bauernmarkt

Stromerte man beim Wetterherrenkirtag in St. Leonhard am vergangenen Sonntag an den diversen Standln vorbei, so konnte man durchaus den einen oder die andere erblicken, die noch nicht ganz munter aussah. Das lag nicht nur am vorabendlichen Grätzelfest, das bei manchem länger gedauert hatte, sondern auch am Weckruf der Musikkapelle. Wie üblich am Tag der Blasmusik blieb nämlich ab 6.00 Uhr morgens niemand im Dorf schlafend im Bett liegen, sondern wurde vom Klang von Klarinette, Trompete & Co. geweckt. Immerhin wollten die Musikanten für ihre frühmorgendlichen Weckdienste auch versorgt werden und die Leonharder stellten dafür von Getränken über Mehlspeisen bis zur Eierspeis alles bereit, was sich ein hungriger Musikermagen wünschen kann.
Sich danach noch einmal hinlegen blieb bei vielen nur ein sehnsuchtsvoller Wunsch, denn anschließend wollten die Kinder nur noch eines: Kirta raffa! Dieses Jahr war zum Glück der geliebte Spielzeugstand wieder da und die Kleinen machten sich die Entscheidung zwischen Bagger, Puppe und Spielzeugtrompete schwer. Groß und Klein zog es schließlich zum Dorfplatz, wo die Schattenplätze beim Bauernmarkt heiß begehrt waren. Dort ließ man sich Bauernburger oder Würstel schmecken, aber bei der brütenden Hitze war vor allem Flüssigkeit jeder Art sehr gefragt.
Schaumhäferl und Kokosbusserl gehören zu einem richtigen Kirtag natürlich ebenfalls dazu, aber die besorgte man sich am besten erst auf dem Heimweg, damit sich nicht dahinschmolzen, bevor man die Köstlichkeiten verspeisen konnte…

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„ Es wird so viel über Musik gesprochen und so wenig gesagt. Ich glaube überhaupt, die Worte reichen nicht hinzu, und fände ich, daß sie hinreichten, so würde ich am Ende keine Musik mehr machen.“

Felix Mendelssohn Bartholdy