Ein Leonharder Sommernachtstraum

26. Juli 2019

Sommernachtskonzert

Besucht man als Zuhörer ein Konzert, freut man sich im Normalfall einfach darauf. Als Musikant, der auf der Bühne sitzt, sind die Gefühle etwas komplizierter – etwas Aufregung, ein Hauch Nervosität, ein kleines bisschen Anspannung und natürlich auch Vorfreude mischen sich dabei. Beim Sommernachtskonzert der Leonharder Musikkapelle am Freitag, dem 26. Juli, war es wohl kaum anders, noch dazu, wo man zum ersten Mal in der Halle der Fa. Wallmüller auftrat. Aufregung kannten die Moderatoren, Katharina Heigl und Josef Frühwald, wohl nicht, denn sie führten souverän durchs Programm. Die Nervosität kam bei den beiden Solisten des Abends, Nina Kogler am Horn bei „Romance op. 36“ von C. Saint-Saens und Fedja Helm mit einem langen Drum-Solo bei „Purple Drums“ von N. Rabanser, nicht zu kurz – doch die zwei ließen sich die Anspannung nicht anmerken und meisterten ihre Solos mit Bravour. Auch andere Stücke wie „Sieg der österreichischen Volkshymne“ oder „The Phantom of the Opera“ begeisterten das Publikum und stellten Höhepunkte des lauen Sommerabends dar.
Trotz aller Vorfreude auf die verschiedenen Stücke, für die Musiker selbst war etwas ganz anderes der Höhepunkt des Konzerts – nämlich dass ihr Kapellmeister Sebastian Heigl den Taktstock schwang und nicht „Ersatz-Dirigent“ Martin Grabner, der schon bei der Generalprobe eingesprungen war, anrücken musste. Der zweite Sohn des Kapellmeisters hatte sich nämlich genau den 26. Juli als Geburtstag auserkoren, aber zum Glück bereits in den frühen Morgenstunden. So konnte Sebastian am Abend seinen gewohnten Platz vor seinen Musikanten einnehmen, die ihm herzlich mit einer „Windeltorte“ gratulierten.
Es gab aber nicht nur allerlei zu hören, sondern dank der Leinwand hinter dem Orchester einiges zu sehen. Dazu gehörte beispielsweise auch ein im Musikheim nachgestelltes Foto von „Die Rauferei im Wirtshaus“, dem dritten Teil der „Böhmischen Dorfbilder“, das so manchem ein Schmunzeln entlockte, oder Filmausschnitte zu „How to train your dragon“, dirigiert von Kpm.-Stv. Anja Schauppenlehner. Die Geschmacksknospen kamen dank der Landjugend, die für die Verköstigung zuständig war, ebenfalls nicht zu kurz.
Insgesamt ein Konzert, das zu einem richtigen „Sommernachtstraum“ wurde.

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„ Es wird so viel über Musik gesprochen und so wenig gesagt. Ich glaube überhaupt, die Worte reichen nicht hinzu, und fände ich, daß sie hinreichten, so würde ich am Ende keine Musik mehr machen.“

Felix Mendelssohn Bartholdy